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Magisterarbeit von Joachim Hettich:
"Chancen und Grenzen internetgestützter Verfahren der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Lokalen Agenda 21"


1992 verabschiedeten 178 Staaten auf der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro die Agenda 21 als Aufruf zum Schutz der Umwelt und zum Erhalt der Lebensgrundlagen künftiger Generationen. Das Ziel dieser Agenda ist, die Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen mit der langfristigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang zu bringen. Viele der in der Agenda 21 angesprochenen Probleme und Lösungen sind auf der kommunalen Ebene angesiedelt. Deshalb werden im Kapitel 28 der Agenda 21 alle Kommunen der Welt aufgefordert, eigene Strategien zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort zu entwickeln. Die Kommunalverwaltung soll in einen Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und dann eine Lokale Agenda 21 beschließen. Diese Lokale Agenda 21 ist ein langfristig gültiger Aktionsplan mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung der Kommune.

Für den Lokalen Agenda 21-Prozess ist die offen geführte Kommunikation zwischen den gesellschaftlichen Akteuren und Gruppen entscheidend, da nur so eine möglichst hohe Beteiligungsquote erreicht werden kann. Das Internet bietet eine Gelegenheit, die Öffentlichkeitsarbeit und den direkten Dialog zwischen den Akteuren und Gruppen eng miteinander zu verbinden. Die Prozesse im Rahmen der Lokalen Agenda 21 benötigen vielfältige Kommunikations- und Beteiligungsformen und unterschiedliche Medien, um die Ansprüche der einzelnen Bürgergruppen erfüllen zu können. Das Internet kann diese Kommunikationsprozesse der Lokalen Agenda 21 unterstützen und ergänzen.

Das Ziel der Magisterarbeit bestand darin, die Chancen und Grenzen internetgestützter Verfahren der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Lokalen Agenda 21 zu eruieren. Dabei lag der Fokus auf Deutschland.

In Kapitel 2 wird zunächst der theoretische Rahmen darstellt. Dazu werden die wesentlichen Inhalte der Agenda 21 bzw. Lokale Agenda 21 erläutert, wobei dem Aspekt der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Lokalen Agenda 21 besondere Bedeutung zukommt. Anschließend werden die wesentlichen Elemente der Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas sowie die auf der Theorie von Habermas aufbauenden vier Kriterien zur Bewertung diskursiver Verfahren von Ortwin Renn und Thomas Webler vorgestellt.

In Kapitel 3 geht es um das demokratische Potenzial des Internets. Dazu wird kurz auf einige Aspekte des Internets eingegangen. Danach werden die Gemeinsamkeiten der drei Konzepte einer elektronischen Demokratie ("Teledemocracy", "Cyberdemocracy" und "Electronic Democratization") hinsichtlich des demokratischen Potenzials des Internets dargestellt.

In Kapitel 4 werden internetgestützte Verfahren der Bürgerbeteiligung und deren Bedeutung für die Lokale Agenda 21 beleuchtet. In einem weiteren Schritt werden die Kriterien zur Bewertung diskursiver Verfahren von Renn und Webler auf die internet-gestützten Verfahren einer Bürgerbeteiligung übertragen.

In Kapitel 5 werden die Ergebnisse einer Internet-Befragung zu den Chancen und Grenzen internetgestützter Verfahren der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Lokalen Agenda 21 vorgestellt, die im Rahmen der Magisterarbeit durchgeführt wurde. An dieser Befragung haben sich 116 deutsche Kommunen beteiligt, die über eine eigene Website zur Lokalen Agenda 21 verfügen (verwendeter Internet-Fragebogen).

In Kapitel 6 wird ein Fazit gezogen und einige Thesen werden gewagt im Hinblick auf Chancen und Grenzen internetgestützter Verfahren der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Lokalen Agenda 21.

Eingereicht hat Joachim Hettich seine Magisterarbeit am 21. Februar 2002 im Fach Soziologie an der Universität Stuttgart. Für die freundliche Unterstützung, die Joachim Hettich bei der Erstellung seiner Magisterarbeit erfahren durfte, dankt er herzlich Prof. Dr. Ortwin Renn und PD Dr. Birgit Blättel-Mink.

Auf der Grundlage seiner Magisterarbeit hat Joachim Hettich im Herbst 2002 den Arbeitsbericht "Chancen und Grenzen internetgestützter Verfahren der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Lokalen Agenda 21" für die ehemalige Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden- Württemberg verfasst. Der Arbeitsbericht liegt als PDF-Datei vor und kann in der Rubrik "Download" kostenlos heruntergeladen werden.


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